Faltdach Deutsches Medizinhistorisches Museum IN

Dr. Gollwitzer -

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Faltdach

Deutsches Medizinhistorisches Museum

Ingolstadt 2015

 

 

 

Staab Architekten, Berlin

 

 

 

Artikel Süddeutsche Zeitung

Tätigkeit Dr. Gollwitzer

freier Mitarbeiter bei Grad Ingenieurplanungen

Holz-Faltdach statisch konstruktives Konzept

3D-Berechnung, Details

 

 

3D-Faltwerk aus Sicht-Brettsperrholz

Das aus Dreiecken zusammengesetztes, dreidimensionales, flächiges Dachtragwerk ist als Spreng- und Faltwerk aus Brettsperrholzplatten (BSP) in 14 cm konzipiert.

Die horizontalen Auflagerkräfte werden durch die umlaufende, eingespannte Stahlbeton-Außenwand, ähnlichen eines Kniestocks, aufgenommen. Die Wandhöhe variiert zwischen 0,0 m und 6,0 m und ist in die darunter liegende Betondecke eingespannt.

Die Orientierung der Deckbrettlage ergab sich rein aus statischen Gründen und gibt die Haupttragrichtung vor (lokal x). Diese ist zwingend einzuhalten.

 

Fugen

Alle Platten-Fugen werden prinzipiell zunächst gelenkig, als „Scharnier“-Gelenk miteinander verbunden. Die Grat- und Kehlenlinien bleiben gelenkig und werden mit Kreuzverschraubung verbunden.

In Spannrichtung ergeben sich baubedingte Längsfugen der einzelnen Brettsperrholzplatten. Diese werden aber durch die Dämmsparren biegesteif in Querrichtung (lokal y) gekoppelt.

 

Verformungsbegrenzung

Nach Fertigstellung des Sprengwerks werden punktuell dünne Stahlstützen ergänzt. Diese haben die Aufgabe die Verformungen infolge des Holz-Kriechens und der Schneelasten zu begrenzen.