Steigerwald-Zentrum SW

Dr. Gollwitzer -

Dr. Linse und Partner

Beratende Ingenieure im Bauwesen mbB

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Architekten Staatl. Bauamt Schweinfurt

Das Bauwerk erhielt

Bundes-Wettbewerb Holzbau Plus 2014, 2. Preis

Bayerischer Holzbaupreis 2014 Engere Wahl

  • Statisch konstruktives Baukonzept
  • statische Projekteitung, Berechnungen und Konstruktion, Allgemeine konstruktive Beratung Holzbau, Statische Begleitung Ausstellung

 

Bauherr

Freistaat Bayern

v. d. Staatl. Bauamt Schweinfurt

 

Gebäudeentwurf

Am Ortsrand von Handthal im westlichen Steigerwald realisierte der Freistaat Bayern ein Info- und Veranstaltungszentrum zum Thema „Nachhaltiger Wald“, dass später den Namen "Steigerwald-Zentrum" erhielt. Es handelt sich um ein in drei Teile gegliedertes eingeschossiges, nicht unterkellertes Gebäude. Die einzelnen Gebäudeteile werden treppenförmig in den nach Norden fallenden Hang gesetzt.

 

Konzept

Die Dächer (mit Dachbegrünung) der drei Gebäudeteile, die Bodenplatten sowie die Wände sind in unterschiedlichen (Holz-)Bauweisen konzipiert worden um eine möglichst breite Palette des modernen Holzbaus zu zeigen.

 

Vorgespannte Brettstapel

Bei einer Spannweite von 14 m war beim Dach des mittleren Foyer-Gebäudes die große Herausforderung eine Holz-Flachdecke so zu konstruieren, dass dessen Durchbiegung im zulässigen Bereich bleibt.

Lösung war ein zusammengesetzter, im Werk durch Vorspannung überhöhter Verbundquerschnitt aus abwechselt in der Höhe hochkant, versetzten Brettern (Plus-Minus-Querschnitt), die zusätzlich oberseitig durch eine Furniersperrholzplatte abgedeckt werden. Die unteren Bretter, sind aus Buche um die vorherrschende Holzart im Steigerwald in Szene zu setzen. Die oberen um 14 cm versetzten Bretter sind aus konventionellem Nadelholz. Die abdeckende Furniersperrholzplatte übernimmt neben der Biege-, eine Scheibenfunktion und gleichzeitig bildet sie die Luftdichtigkeits-, und Dampfsperrhülle. Der gesamte Querschnitt wurde mechanisch, nachgiebig miteinander verschraubt.

 

 

 

 

Brettschichtholz in Buche

Das Dach des südlichen Gebäudes wird durch eine Rippendecke aus Buche-Brettschichtholz mit zusammen im Verbund wirkender, oberseitiger Dreischichtplatte gebildet.

 

Brettstapel mit Akustikfräsung

Die Decke des nördlichen Verwaltungsgebäudes ist ein zweifeldrige Brettstapeldecke mit unterseitiger Akustikfräsung. Um eine Scheibentragwirkung des Dachs zu erzielen wird oberseitig eine OSB-Platten aufgenagelt, die gleichzeitig die Luftdichtigkeit und Dampfbremseebene gewährleistet. Die Stoßfugen sind mit Klebebändern zu überkleben.

 

Holz- Bodenplatte aufgesändert

aus Furniersandwich

Die Bodenplatten sind auch in Holz mit verleimten Furniersandwichholz-elementen realisiert worden. Holz war möglich, da diese vom Boden abgelöst, erhöht und damit von Bodenfeuchtigkeit optimal geschützt und damit gleichzeitig optisch schwebend auf zurückgesetzten Beton-Linienfundamenten aufgesetzt wurden.

 

Wände in Brettsperrholz

Die Außenwände bilden Brettsperrholz, die die vertikalen Lasten aus dem Dach aufnehmen, eine aussteifende Funktion übernehmen und gleichzeitig die Luftdichtigkeit und Dampfdichtigkeit des Gebäudes herstellen (Stoßfugen sind mit Klebestreifen abzudichten).

Alle Brettsperrholzwände sind in innenseitig in Sichtqualität herzustellen.