Steigerwald-Zentrum SW

Dr. Gollwitzer -

Dr. Linse und Partner

Beratende Ingenieure im Bauwesen mbB


Moderner Holzbau - Konstruktiver Ingenieurbau - Wasserbau


Steigerwald-Zentrum Handthal

2012-2013

Architekten Staatl. Bauamt Schweinfurt

Karlstraße 42 

80333 München

tel 089/ 1250 100 - 20          fax -21

mail@gl-i.de                    www.gl-i.de  

Das Bauwerk erhielt

Bundes-Wettbewerb Holzbau Plus 2014, 2. Preis

Bayerischer Holzbaupreis 2014 Engere Wahl

Brettschichtholz in Buche

Das Dach des südlichen Gebäudes wird durch eine Rippendecke aus Buche-Brettschichtholz mit zusammen im Verbund wirkender, oberseitiger Dreischichtplatte gebildet.


Brettstapel mit Akustikfräsung

Die Decke des nördlichen Verwaltungsgebäudes ist ein zweifeldrige Brettstapeldecke mit unterseitiger Akustikfräsung. Um eine Scheibentragwirkung des Dachs zu erzielen wird oberseitig eine OSB-Platten aufgenagelt, die gleichzeitig die Luftdichtigkeit und Dampfbremseebene gewährleistet. Die Stoßfugen werden mit Klebebändern überklebt.


Holz- Bodenplatte aufgesändert

aus Furniersandwich

Die Bodenplatten sind  auch in Holz mit  verleimten Furniersandwichholz-Elementen realisiert worden. Holz  war möglich, da diese vom Boden abgelöst, erhöht und somit vor Bodenfeuchtigkeit optimal geschützt - und  gleichzeitig optisch schwebend - auf zurückgesetzten Beton-Linienfundamenten aufgesetzt wurden.


Wände in Brettsperrholz

Die Außenwände bilden  Brettsperrholzplatten, die die vertikalen Lasten aus dem Dach aufnehmen, eine aussteifende Funktion übernehmen und gleichzeitig die Luftdichtigkeit und Dampfdichtigkeit des Gebäudes herstellen (Stoßfugen sind mit Klebestreifen abzudichten).

Alle Brettsperrholzwände werden innenseitig in Sichtqualität hergestellt.

Tätigkeit  Dr. Gollwitzer

freier Mitarbeiter bei  Grad Ingenieurplanungen

  • Statisch konstruktives Baukonzept
  • statische Projektleitung, Berechnungen und  Konstruktion, Allgemeine konstruktive Beratung  Holzbau, Statische Begleitung Ausstellung


Bauherr

Freistaat Bayern

v. d. Staatl. Bauamt Schweinfurt


Gebäudeentwurf

Am Ortsrand von Handthal im westlichen Steigerwald realisierte der Freistaat Bayern ein Info- und Veranstaltungszentrum zum Thema „Nachhaltiger Wald“, dass später den Namen "Steigerwald-Zentrum" erhielt. Es handelt sich um ein in drei Teile gegliedertes, eingeschossiges, nicht unterkellertes Gebäude. Die einzelnen Gebäudeteile werden treppenförmig  in den nach Norden fallenden Hang gesetzt.


Konzept

Die Dächer (mit Dachbegrünung) der drei Gebäudeteile, die Bodenplatten sowie die Wände sind in unterschiedlichen (Holz-) Bauweisen konzipiert worden, um eine möglichst breite Palette des modernen Holzbaus zu zeigen. 


Vorgespannte Brettstapel

Bei einer Spannweite von 14 m war beim Dach des mittleren Foyer-Gebäudes die große Herausforderung eine Holz-Flachdecke so zu konstruieren, dass dessen Durchbiegung im zulässigen Bereich bleibt.

Lösung war ein zusammengesetzter, im Werk durch Vorspannung überhöhter Verbundquerschnitt aus abwechselnd in der Höhe hochkant, versetzten Brettern (Plus-Minus-Querschnitt), die zusätzlich oberseitig durch eine Furniersperrholzplatte abgedeckt wurden. Die unteren Bretter sind aus Buche, um die vorherrschende Holzart im Steigerwald in Szene zu setzen. Die oberen um 14 cm versetzten Bretter sind aus konventionellem Nadelholz. Die abdeckende Furniersperrholzplatte übernimmt neben der Biege-, eine Scheibenfunktion und gleichzeitig bildet sie die Luftdichtigkeits-, und Dampfsperrhülle. Der gesamte Querschnitt wurde mechanisch, nachgiebig miteinander verschraubt.